Suchtmittelspürhunde
Mit ihrer ausgezeichneten Nase spüren Hunde nicht nur Lawinenopfer oder andere in Not geratene Personen auf. Im Polizeialltag spielen Hunde auch bei der Drogenfahndung eine große Rolle. Dank des hervorragenden Geruchssinnes der Tiere, der dem des Menschen um ein vielfaches überlegen ist, können Sie Gerüche wahrnehmen, die dem Menschen verborgen bleiben. Bei der Polizei und beim Zoll konnte so schon mancher Drogen-Sünder gefasst werden, der dank wirklich guter Verstecke ohne die Hilfe eines Suchtmittelspürhundes leicht davon gekommen wäre.
Gerüchte, nach denen die Hunde von den Suchtstoffen, die sie suchen, abhängig seien, sind natürlich völliger Quatsch. Bei der Konditionierung eines Suchtmittelspürhundes setzt man vor allem auf den Spieltrieb des Tieres. Im Zusammenhang mit Spielzeugen werden die Hunde mit den verschiedenen Gerüchen vertraut gemacht und lernen, genau diese Gerüche, die für den Hund für Spielzeuge stehen, zu suchen. Wenn man ganz ehrlich ist, dann suchen die Hunde also nicht nach Drogen, um kriminelle Machenschaften aufzudecken, sondern weil sie hoffen, ein Spielzeug zu finden.
Spaß allein ist die Suche nach Drogen allerdings für einen Hund nicht. Suchtmittel, die dem menschlichen Körper schaden, sind natürlich auch für einen Hund nicht ungefährlich, in vielen Fällen sogar noch gefährlicher. Entsprechend muss der Führer eines Suchtmittelspürhundes immer genau aufpassen, dass der Hund niemals direkt mit den Drogen in Kontakt kommt. So gut man allerdings auch Acht gibt, die Möglichkeit, dass der Hund in einen Beutel beißt und bestimmte Substanzen schluckt oder durch die Nase einatmet, kann nie ganz ausgeschlossen werden. Für solche Fälle wird stets eine Spritze mitgeführt, die beim Hund im Ernstfall einen starken Brechreiz auslöst, so dass dieser nicht vergiftet wird.
Übrigens: Zwar muss der Hund das gefundene „Spielzeug“ wieder abgeben, nachdem er es gefunden hat, dafür bekommt er aber von der Polizei ganz schnell ein neues – ohne Drogen.