Sprengstoffspürhunde
Spätestens seit dem 11. September des Jahres 2001, dem Tag, an dem der für viele tausend Menschen todbringende Anschlag auf die Türme des World Trade Centers verübt wurde, ist die Sensibilität der Sicherheitsbehörden in allen Ländern der Welt möglichen Anschlägen gegenüber stark angestiegen. Absichtlich oder unabsichtlich stehen oder liegen gelassene Gegenstände in Bahnhöfen, an Bushaltestellen, in Kaufhäusern oder auf öffentlichen Plätzen, erst recht jedoch in den Abfertigungsgebäuden von Flughäfen werden argwöhnisch beäugt. Es könnte ja eine Bombe darin versteckt sein. Klärt sich der Sachverhalt nicht innerhalb kurzer Zeit und werden Sicherheitsbeamte über diesen Gegenstand in Kenntnis gesetzt, werden sofort das Sicherheitspersonal oder die Polizei aktiv und der Bereich um den verdächtigen Gegenstand wird abgesperrt. Nun gilt es zu ermitteln, in wie weit der Gegenstand wirklich gefährlich ist und gefährliche Substanzen wie etwa Sprengstoff enthält.
Eine sich auf der ganzen Welt als wirksam erwiesene Vorgehensweise ist dabei der Einsatz von Sprengstoffspürhunden. Hunde verfügen ja bekanntlich über einen sehr stark ausgeprägten Geruchssinn und sind in der Lage, fast alle Substanzen auch durch Ummantelungen hindurch zu riechen. Kleinste Partikel genügen ihrer Nase, um diese Substanzen wahrzunehmen. Natürlich gibt es Hunde die weniger oder stärker mit diesem Talent gesegnet sind. Zudem muss man ihnen eine umfassende Ausbildung zuteil werden lassen. Diese Ausbildung ist so angelegt, dass auf das natürliche Spielverhalten eines Hundes aufgebaut wird und als Basis das Apportieren (franz. apporter/lat. apportare „herbeibringen“) geübt wird. Kann der Hund dies und hat Freude daran, werden die geworfenen Gegenstände (die sogenannten Bringsel) mit dem Geruch von Sprengmitteln versetzt. Nach ausreichend gründlicher Ausbildung wird der Hund diesen Geruch mit “Spielen” in Zusammenhang bringen und wird allein durch den Geruch positiv motiviert. Es genügt nun aber nicht allein das Auffinden der verdächtigen Substanz, der Hund muss auch so trainiert werden, dass er das Auffinden lediglich durch Platz nehmen anzeigt und nicht weiter aktiv wird. Durch Kratzen oder Beißen an dem verdächtigen Gegenstand könnte ansonsten die Gesundheit oder sogar das Leben des Hundes oder des Hundeführers gefährdet werden.
Hunde verrichten so einen wirksamen Dienst bei der Terrorbekämpfung und -prävention. Die so ausgebildeten Hunde sind in der Regel allesamt Diensthunde und hochspezialisiert. Da es sehr viele unterschiedliche Arten von Sprengstoffen gibt, wird ein Hund allein wohl nie im Stande sein, auf all diese anzuschlagen, sondern nur auf ein bestimmtes Spektrum von Explosivstoffen ausgebildet sein.