Rettungshunde

Ein Rettungshund, oder auch Suchhund genannt, hat die Aufgabe dem menschlichen Rettungsteam dabei zu helfen Vermisste in unübersichtlichen oder auch für Menschen unerreichbaren Gelände zu schnell zu finden. Sie helfen dabei Leben zu retten. Rettungshund zu werden ist allerdings nicht einfach. Denn bei den Such- bzw. Rettungshunden gibt verschiedene Stufen und eine sehr komplexe Prüfung, die von Seiten eines Haushundes abgelegt werden muss. Die Frage warum es ausgerechnet Rettungshunde sind und nicht andere Tiere, die für diese Arbeit eingesetzt werden, ist einfach zu beantworten. Hunde haben ein um vieles besseres Riech- und Laufvermögen als Menschen. Dennoch ist das Phänomen des Rettungshundes eher etwas Modernes.  So begann man erst im 19. Jahrhundert mit einem organisierten Einsatz von Hunden bei der Menschenrettung. Schon im 17. Jahrhundert haben die Mönche die Bernhardiner Hunde gezüchtet, diese sollten Ihnen im Winter den Weg im Schnee zeigen.

Es gibt verschiedene Einsatzgebiete für die Rettungshunde benutzt werden. Da wäre zum Beispiel der sogenannte Flächensuchhund. Hier wird der Hund vor allem bei einbrechender Dunkelheit und unwegsames Gelände für eine Suche auf großer Fläche benötigt. Denn auch bei schlechten Wetterbedingungen stößt der Hund nicht so schnell an seine Grenzen wie es das menschliche Rettungsteam tut.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Trümmersuche. Hier ist die Ausgangssituation ein eingestürztes Gebäude oder auch ein Erdbeben. Die Menschen sind meist verschüttet und von Menschen nur schwer zu finden. In dieser Situation sind die Hunde mehr als Notwendig. Eine Notwendigkeit für diese Art von Hunde kam erstmals nach Ende des 2. Weltkrieges auf.

Eine besonders aufwendige Spezialisierung ist die Wassersuche. Hier muss der Hund an besondere Bedingungen, wie ein Boot und geringe Laufmöglichkeiten gewöhnt werden. Der Hund muss lange Zeit still stehen und seine Riechfähigkeit besonders ausdauernd beherrschen. Die Wassersuchhunde sind in der Lage versunkene Menschen aus dem Boot heraus zu orten.

Die vierte Ausbildungssparte eines Such- und Rettungshundes ist das sogenannte Mantrailing. Dies bedeutet, dass dem Hund der letzte Aufenthaltsort einer Vermissten Person gezeigt wird, der Rettungshund nimmt hier die Geruchspur auf und führt das Rettungsteam in den meisten Fällen in die Nähe der vermissten Person.

Ein gut ausgebildeter Hund kann bis zu 50 Polizisten/Rettungspersonen ersetzen. Allerdings steckt auch in der Ausbildung des Hundes viele Jahre Arbeit. Die Ausbildung eines Hundes erfolgt in der Regel von einem sogenannten Hundeführer. In den meisten Fällen wird auch dieser Hundeführer später mit dem Hund zusammen arbeiten. Der Vierbeiner und der Mensch müssen im Team eine Einheit bilden und sich blind auf einander verlassen können. Somit ist klar, dass nicht jeder Hund ein Rettungshund sein kann und natürlich nicht jeder Mensch ein Hundeführer sein kann. Die Voraussetzungen für einen Hund, der Rettungshund sein möchte sind folgende: er muss zwischen 6 und 12 Monate alt sein, eine mittlere Größe haben, darf keine Aggression zeigen, muss gehorsam arbeiten und die wichtigste, dass die beiden, Hunde und Führer zusammen passen. Ähnliche Voraussetzungen gelten natürlich auch für den Hundeführer. Er muss Volljährig sein, geistig und körperlich in einer guten Verfassung sein, vor allem aber hohes Engagement auch in der Freizeit zeigen.

Aufgrund von diesen hohen Ansprüchen an den Rettungshund und –führer wurde eine Probezeit von sechs Monaten eingeführt. So muss der Rettungshund nach sechs Monaten Probezeit eine Prüfung gemeinsam mit seinem Führer ablegen. Nur wenn diese von beiden bestanden wird, werden sie in die Rettungsstaffel aufgenommen. Trainiert wird mit den Hunden in der Regel zwischen zwei und drei Mal in der Woche auf speziell hergerichtetem Trainingsgelände.